6. Tag, Montag, der 19.08.2019

Heute sind wir in die 2. Projektwoche gestartet und sehr gespannt, wie es weitergeht.
Zum Aufwärmen haben wir zu Musik eine Choreografie getanzt.

Danach sind wir in den Seminarraum gegangen und haben uns eine Szene ohne Sprechen ausgedacht. Zu dieser Szene wurde bei jedem Darsteller eine andere Musik gespielt, um durch unterschiedliche Musik andere Ausdrucksformen zu finden.
Später haben wir verschiedene Geräusche im Raum und draußen gesucht und aufgenommen.

Nach der Mittagspause haben wir uns dann alle zusammen verschiedene Aufgaben überlegt, die für eine Präsentation wichtig sein könnten. Danach konnte jeder und jede selber entscheiden, mit welcher der Aufgaben man sich beschäftigen und in welcher Gruppe man mitarbeiten möchte. Mit den Ergebnissen aus diesen Gruppen entstehen dann die Aktionsräume, das sind die Stationen, an denen wir am Samstag, den 31. August den Bewohnerinnen und Bewohnern etwas präsentieren wollen.

Am Nachmittag haben wir Gruppenfotos am Kanal mit Selbstauslöser gemacht.

Hier kann man uns alle von hinten sehen – wegen der Spannung 🙂

Nach dem Foto hat jeder einen Schriftzug „Tag“ (englisch für Markierung) für unseren Namen „Wir im Visier“ erfunden. Manche waren phantasievoll andere eher einfach gestaltet. Der Entwurf, der den Meisten am besten gefiel wurde ausgewählt.
Man darf also gespannt sein 🙂

Übrigens, wir freuen uns über Kommentare aus der Bewohnerschaft!

5. Tag, Freitag, der 16.08.2019

Eine Impression vom Innenhof

Nach einem tänzerischen Aufwärmen haben wir Gehübungen zum Thema Tempo gemacht. Reaktion und Gruppenwahrnehmung war dabei wichtig. Nach ein paar theatralen Übungen und Fotos von jedem mit verschiedenen Emotionsausdrücken gab es einen Theaterwettbewerb, in dem die Gruppen sich gegenseitig Ideen für Szenen gegeben haben.

Senna aus der WIR (Winterhuder Reformschule) kam zu Besuch. Es ist ein Gruppenfoto gemacht worden und wir haben einen Namen für unsere Gruppe gefunden:

WIR im Visier

Nachdem wir so viele Geschichten von einigen Bewohnerinnen aus dem Wohnblock gehört haben überlegten wir, was an Geschichten für uns interessant ist.

Außerdem sammelten wir Ideen für die Präsentation. Mit diesen Ideen im Kopf haben wir uns nochmal ein Treppenhaus, einen Keller und den Innenhof angeschaut um zu überlegen, wo oder wie wir verschiedene Geschichten präsentieren wollen.

Ein Eingang vom Treppenhaus aus gesehen.

4. Tag, Donnerstag, der 15.08.2019

Impressionen vom Tag
Der Bootsanleger am Goldbekhaus bei Regen (Fotos von Felix und Lukasz).

Heute interviewten wir junge und alte Leute aus dem Wohnblock der dhu und haben nach guten und schlechten Erfahrungen aus der Zeit, in der sie dort gewohnt haben, gefragt.

Zum Beispiel erfuhren wir, dass sich beim Bau der Tiefgarage in den achtziger Jahren Menschen aus Protest an eine Birke im Innenhof gekettet hatten, weil der Baum eine ganz bestimmte Geschichte hatte. Er wurde nämlich von Mitgliedern selber dort gepflanzt.

Bei den Interviews hatten alle verschiedene Aufgaben, so waren einige damit beschäftigt, die Interviewkandidatinnen in Empfang zu nehmen und zu begrüßen und ihnen etwas anzubieten, andere waren mit dem Protokoll schreiben beschäftigt, einige haben Fotos aufgenommen und Tonaufnahmen gemacht und natürlich gab es die Interviewerinnen und Interviewer.

Insgesamt haben wir 5 Interviews mit 6 Personen durchgeführt.

Es war anstrengend, aber es hat auch Spaß gemacht und wir haben uns gefreut, dass sich so viele gemeldet hatten, um uns etwas zu erzählen.

Was wir genau aus den vielfältigen Geschichten machen werden, wird sich erst in der nächsten Woche ergeben. Bestimmt wird uns zu einigen Dingen was einfallen.

3. Tag, Mittwoch, der 14.08.2019

Heute war es ziemlich anstrengend. Wir haben uns für die Interviews mit den Hausbewohnerinnen und Hausbewohner Fragen überlegt und auch den Ablauf dafür geprobt.

Wir haben Szenen nachgestellt, wie ein Interview sein könnte. 

Am Nachmittag schauten wir uns zusammen mit dem Historiker Dr. Holger Martens und Frau Weimann von der dhu Stiftung den Wohnblock an.

Hier der Blick auf das Haus von der Semperstraße aus.

Wir erfuhren, wann und wie das Haus gebaut wurde und dass es früher dort Luftschutzkeller gab. Das Haus ist inzwischen fast 100 Jahre alt.

Damals war an dem Hauseck am Goldbekplatz ein jüdischer Schokoladenfiguren Fabrikant namens Gold ansässig und hatte seinen Laden dort. Wir erfuhren etwas über seine Lebensgeschichte.

Außerdem sahen wir die Tiefgarage und den Innenhof an.

2. Tag, Dienstag, der 13.8.2019

Heute haben wir angefangen, Bilder vom Wohnblock und vom Goldbekhaus zu schießen. Bevor wir das gemacht haben, haben wir ein Input von Jörn über die Kameras und das Fotografieren bekommen.

Unsere Aufgabenstellung war es, bestimmte Motive, Perspektiven und Ausschnitte wie zum Beispiel Menschen, Tiere, Natur, Objekte oder die Vogel/Frosch Perspektive, Ausschnitte wie die Totale, die Amerikanische, Nahaufnahmen und vieles mehr auszuprobieren.

Hier ein ganz kleiner Geschmack auf die Fotos

1. Tag, Montag, der 12.8.2019

Heute war unser 1. Tag, es war sonnig und schön! Um kurz nach 9 Uhr haben wir uns alle im Goldbekhaus getroffen. Da viele sich nicht kannten, sind wir mit einer Kennenlernphase eingestiegen. Nachdem wir „unsere Koffer gepackt hatten“, war es schon viel einfacher, sich die Namen von allen zu merken, immerhin sind wir 14 Schüler*innen (eine fehlte heute noch) plus Frau Krüger (Lehrerin), Frau Langmaack (Pädagogin), Eva (Performance), Jörn (Theater), Astrid (Projektorganisation).

In der 2. Phase haben wir uns lustige und interessante Geschichten erzählt, die wir selber schon in unserer Nachbarschaft erlebt haben. Damit sind wir schon ein bisschen ins Thema Nachbarschaft eingetaucht, denn darum wird es nun in der nächsten Zeit gehen. Wir freuen uns sehr, dass wir schon einige Nachbarinnen und Nachbarn gewinnen konnten, die uns eigene Erlebnisse erzählen wollen, die wir dann später vielleicht in unsere Performance einbauen können. Die Interviews starten Donnerstag, wir sind sehr gespannt!!

Nach der Mittagspause am Nachmittag waren wir in der „Bühne zum Hof“ im Goldbekhaus und haben erste Erfahrungen mit der Theaterarbeit gemacht. Erstmal geht es darum, Mut zu fassen, in Bewegung zu kommen und manche Zustände wie Wut, Glück, Neugierde, Ärger, Bewunderung usw. in Bewegungen und Mimik auszudrücken. Bei einem Spiel ging es darum, dass jemand vor einer gedachten Kamera herlaufen musste und das Bild, was der gespielte Fotograf im Ausschnitt des gedachten Objektivs sah, musste er dann nachmachen. Manchen gefiel das sehr gut und andere fanden das Spiel nicht so toll. Aber es war schon recht lustig!

Das Gesamtergebnis des ersten Tages war: ganz gut! (Manche fanden den ersten Tag auch cool!!)
Morgen werden wir fotografieren und die Häuser der dhu mal von außen betrachten. Hoffentlich spielt das Wetter mit 🙂